Buntbarsche aus dem Malawisee

Der Malawisee

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Im Malawisee finden sich zahlreiche Buntbarscharten, die dass Herz jedes Aquaristen höher schlagen lassen. Die farbenprächtigen Buntbarsche haben bereits so manches öffentliche Aquarium dazu inspiriert, ein Malawisee Biotop aufzubauen. Doch auch für private Aquarien-Fans ist ein Malawisee Becken ein reizvoller Blickfang.

Der Malawisee befindet sich in Ostafrika und ist mit einer Länge von 604 Kilometern und einer Breite von 85 Kilometern der achtgrößte See der Welt. Der Untergrund ist vorwiegend felsig, das klare Wasser besitzt ganzjährig eine Temperatur von ungefähr 22 °Celsius am Grund und von 24 bis 29 °Celsius an der Oberfläche und ist mit einem pH von 7,7 bis 8,6 leicht alkalisch. Die Wassergesamthärte im Malawisee liegt zwischen 3,5 und 4,5 °dH. 280 endemische Spezies der Buntbarsche (Cichliden) wurden bereits beschrieben, es wird aber vermutet, dass noch wesentlich mehr bis jetzt unbekannte Spezies der Buntbarsche im Malawisee leben.

Die Buntbarsche im Malawisee lassen sich grob in Haplochromini und Tilapiini unterteilen. Tilapiini sind recht große Buntbarsche, die im Malawisee für den Verzehr gefischt werden. Die Lichter der zahlreichen Fischerboote sind übrigens auch der Grund für den Kosenamen "See der Lichter", den der Malawisee trägt. Neben den Haplochrominen (auch Haps genannt) die alle Maulbrüter sind, sind auch die ökologischen Gattungen Utaka und Mbuna für die Haltung in einem Malawisee Aquarium sehr interessant. Die Buntbarsche, die zu den Utaka zählen, sind freischwimmende Planktonfresser, die zum Teil auf freien Sandflächen Sandnester als Reviere erbauen. Diese Unterarten der Buntbarsche sind sehr friedlich, die Männchen sind prächtig gefärbt, dagegen erscheinen die Weibchen in dezenten Braun- und Grautönen. Die kleineren Mbuna leben in Felshöhlen und unter größeren Steinen, dennoch wühlen auch diese Buntbarsche gern im Sand. Sowohl männliche als auch weibliche Buntbarsche erstrahlen in leuchtenden Farben und ernähren sich von Algen und tierischem Plankton. Diese kleinen Buntbarsche sind sehr aggressiv und zeigen ein ausgeprägtes Territorialverhalten. Im Malawisee fressen Mbuna gerne den pflanzlichen Aufwuchs an Felsen, daher sollten Aquarienbesitzer nur besonders robuste Pflanzen wie den Javafarn verwenden.

Es gibt zahlreiche Gruppen der Buntbarsche im Malawisee. Für die Haplochrominen sind dies Cheilochromis, Chilotilapia, Ctenopharynx, Cyrtocara, Eclectochromis, Fossorochromis, Lichnochromis, Mylochromis, Otopharynx, Placidochromis, Protomelas, Sciaenochromis und Trematocranus. Die Gruppen der Utaka sind die Copadichromis und die Mchenga. Und zu den Gruppen der Mbuna Buntbarsche zählen die Cyathochromis, Cynotilapia, Genyochromis, Gephyrochromis, Iodotropheus, Labeotropheus, Labidochromis, Maylandia, Melanochromis, Petrotilapia, Pseudotropheus und Tropheops.

Die Gattungen sind auch im Malawisee in Gruppen eingeteilt, die ich hier zur übersicht kurz aufliste:

Gruppen aus dem Malawisee

Mbuna
Cyathochromis Cynotilapia Genyochromis Gephyrochromis Iodotropheus Labeotropheus Labidochromis Maylandia Melanochromis Petrotilapia Pseudotropheus Tropheops
Utaka
Copadichromis Mchenga
Aulonocara
Aulonocara
Fischjäger
Aristochromis Buccochromis Caprichromis Champsochromis Dimidiochromis Exochochromis Naevochromis Nimbochromis Rhamphochromis Stigmatochromis Tyrannochromis
Haplochromine
Cheilochromis Chilotilapia Ctenopharynx Cyrtocara Eclectochromis Fossorochromis Lichnochromis Mylochromis Otopharynx Placidochromis Protomelas Sciaenochromis Trematocranus
Sandcichliden
Lethrinops Nyassachromis Taeniolethrinops Tramitichromis
Nicht zugeordnet
Alticorpus Astatotilapia Corematodus Diplotaxodon Docimodus Hemitaeniochromis Hemitilapia Microchromis Oreochromis Pallidochromis Platygnathochromis Potamonautes Serranochromis Taeniochromis Tilapia

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